Planzenwelt der Alpen

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Acker-Gauchheil rot

Die Pflanze hat auch die Namen Roter Gauchheil und Wetterpflanze. Letzterer Name kommt davon, dass die Pflanze ihre Blüten rechtzeitig vor einem Unwetter schließt und von den Bauern als Wettermelder angesehen wurde. Die Pflanze kriecht mit ihren Ausläufern nahe am Boden, sie bildet einen bis zu 30cm hohen Stengel aus. Die Blätter sind oval eiförmig und wachsen gegenständig. Die auffallend ziegelroten bis orange-roten Blüten wachsen aus den Blattachseln und blühen von Juni bis August. Von August bis Oktober reifen die Früchte heran. Besonderheit der Blüten: Sie sind am Tag nur in den Vormittagsstunden geöffnet und schließen sich gegen 14 Uhr. Die Pflanze gehört zur Gruppe der Primelgewächse. Sie wächst weitverbreitet in Europa und ist häufig auf Schuttböden anzutreffen. Auch in unteren Berggebieten ist sie anzutreffen. Als Heilpflanze wurde der Acker-Gauchheil gegen Geisteskrankheiten und gegen Geschwüre eingesetzt. Sie dient vielen Insekten, vor allem auch Fliegen als Nektarspender.

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Ackerwinde rot

Die Ackerwinde ist weltweit verbreitet. Sie wächst an Wegrainen ebenso wie auf Schutthalden, auf Äckern und auch auf trockenen Wiesen. Die Pflanze windet sich an anderen Pflanzen empor und bildet große, rosafarbene, trichterförmige Blüten, die weiß rosa gestreift sind. Die am Boden kriechende Pflanze bildet zahlreiche Ausläufer, die sehr rasch wachsen und dadurch schlecht einzudämmen sind. Blütezeit von Mai bis Oktober, im Alpengebiet ist sie bis ca 1800m anzutreffen. Die Pflanze ist unverwechselbar. Als Heilpflanze wird sie zum Abführen eingesetzt.

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Akelei blau

Die Akelei gehört zu den Hahnenfußgewächsen. Sie gibt es in den verschiedensten Farben im Flachland. Dort kann die Blume über einen Meter hoch aufwachsen. Die Alpenakelei braucht feuchte, kalkhaltige Böden. Sie ist von blauer Farbe, bildet am Stengel, der bis zu 70 cm Höhe erreicht, mehrere Blütenköpfe aus und kommt in Höhenlagen von 1500 - 2300m vor. Von Juni bis August findet man die Blume in Bergwäldern. Sie ist geschützt.

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Alant (Weiden-) gelb

Die Blätter wachsen wechselständig am Stiel hoch. Sie sind lanzettartig bis oval, stengelumfassend und am Rand fein gezähnt. Die Blüte bildet auf dem bis zu gut einem halben Meter hohen Stengel einen Blütenkopf mit einem Strahlenkranz, wobei die außen sitzenden, schmalen Kronblätter  leicht nach unten hängen. Die innere Blüte wird von zahlreichen feinen Röhrchen gebildet, die von zahlreichen Insekten beflogen werden. Blütezeit sind die Monate Juni - August, Vorkommen auf niedrig gelegenen Bergwiesen.

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Allermannsharnisch weiß

Die Pflanze gehört zu den Liliengewächsen und blüht in der Zeit von Juni bis September. Sie liebt grasige kalkhaltige Felshänge und gedeiht dort bis in Höhen über 2000m. Wenn die Knospe (rot) noch geschlossen ist, sieht sie auf den ersten Blick dem Türkenbund ähnlich. Wenn sich die Knospe öffnet, richtet sich der Blütenkopf auf und gibt eine große kugelige weiße Dolde frei. Den krautigen Blättern der Pflanze wird Heilwirkung nachgesagt und man setzte sie zur Entgiftung des Körpers ein.

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Alpen-Anemone (Alpen-Kuhschelle) weiß

Die Alpen-Anemone, die zu den Hahnenfußgewächsen zählt, blüht in den Monaten Mai - Juli. Sie liebt kalkhaltige Böden und gedeiht bis in Höhen von gut 2500m. Die weißen Kelchblätter sind häufig von bläulichen Längsadern durchzogen. Die Pflanze, die auch Alpen-Küchenschelle genannt wird, erreicht eine Wuchshöhe bis knapp 50cm. An der Spitze des Stiels wächst eine bleitlättrige weiße Blüte Blüte  Wir finden sie auf Bergwiesen und steinigen Rasenböden. Die Pflanze ist im Alpenraum weit verbreitet.

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Alpen-Aster blau

Die Alpen-Aster zählt zu den Korbblütengewächsen. Sie wird bis zu 20 cm hoch und blüht von Juli bis September auf kalkhaltigen Magerrasen und Felsenböden. Auf dem behaarten Stängel sitzt auf der Spitze je eine Blüte. Die Pflanzenblätter sind lanzettartig und ganzrandig und an den Rändern nach oben gerollt. Man trifft die Alpen-Aster in Höhen bis zu 3000m an. Die Kelchblätter sind zungenförmig, blau bis blauviolett, die Blüte innen ist gelb. Insgesamt im Alpenraum recht häufig zu finden;

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Alpen-Berufkraut blau

Das Alpen-Berufkraut besitzt lanzettliche Blätter, die auf beiden Seiten behaart sind und zur Spitze hin abgferundet bzw ausgerandet sind. Das Blütenköpfchen ist ca 2-3cm im Durchmesser. Die Zungenblüten sind lila bis purpurn. Die Pflanze steigt bis in Höhen von 3000m auf und will sonnige Rasenflächen. Die Blütezeit sind die Monate Juli bis September. Dabei erreicht das Berufkraut eine Wuchshöhe von bis zu 20cm.

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Alpen-Bärentraube rot

Im Herbst überzieht die Alpen-Bärentraube mit ihren roten Blättern die Bergwiesen. Sie zählt zu der Familie der Heidekrautgewächse. Wir finden sie in den Alpen bis in Höhen von 2600m auf kalkhaltigen Böden. Im Frühjahr und Sommer sind die Blätter grün und am Rand leicht gesägt und bewimpert. Die Blüte ist grünlich weiß. Die Alpen-Bärentraube ist im gesamten Alpengebiet vertreten. Sie fällt im Herbst mit ihrem rot gefärbten Laub auf, da dieses schon von weitem leuchtet.

Wenn die Alpen-Bärentraube im Spätsommer ihre Früchte entwickelt, sind sie zunächst rot und später schwarz. Die bis zu knapp 10mm großenetwas bitter schmeckenden Beeren sind nicht giftig.

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Alpen-Goldrute gelb

Die Alpen-Goldrute wird bis knapp einen halben Meter hoch. Sie blüht in den Monaten Juli - August. Der Stängel ist unverzweigt. Wir treffen die Pflanze auf steinigen Böden in Höhen bis ca 2000m an. Die schmalen, nach oben gebogenen Laubblätter und die nach hinten herabgebogenen Kelchblätter sind ein gutes Erkennungszeichen.

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Alpen-Heidekraut rot

Das Alpen-Heidekraut blüht in den Sommermonaten an sonnigen Hängen in Hochlagen bis knapp 2000m. Es ist eindeutig in seinem Aussehen.

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Alpen-Hornklee gelb

Der Alpen-Hornklee wird bis zu 10cm hoch. Sein Stengel ist kantig. Die Kronblätter sind gelb und an der Spitze rot gefärbt. Die Kronblätter färben sich nach dem Verblühen orangerot. Ende Juni bis in den Oktober hinein blüht diese Kleesorte in Höhen bis über 2000m, wobei die Pflanze sowohl im Felsschutt als auch auf Bergwiesen gedeiht. Der Alpen-Hornklee ist im Alpenraum weit verbreitet.

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Alpen-Johannisbeere rot

Die Alpen-Johannisbeere liebt feuchte Böden. Wir finden sie in Schluchten und an steinigen Hängen. Nach der Blüte (im April-Mai) entwickeln sich die rot leuchtenden Beeren bis zum August aus. Im Gegensatz zu den Garten-Johannisbeeren fehlt der Frucht der intensive Geschmack.

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Alpen-Kratzdistel weiß

Die Alpen-Kratzdistel wird bis zu 1m hoch. Die Laubblätter sind hart, stark gefiedert und mit zahllosen Spitzen versehen. Die vielen Stacheln schützen die Pflanze vor Viehfraß. Die Pflanze möchte feuchte Standorte (wie hier am Guflsee) und kommt in Höhen bis zu 3000m vor. Die Alpen-Kratzdistel blüht in den Monaten Juli bis September, die Blüten selbst sind weißlich bis gelblich. Die Pflanze ist unverwechselbar, sie kommt nur im Alpenraum vor.

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Alpen-Leinblatt (Alpen-Bergflachs) weiß

Das Alpen-Leinblatt gehört zu der Gruppe der Sandelholzgewächse und blüht in den Monaten Juni bis Juli. Wir finden es sowohl auf kalkhaltigen als auch sauren Böden. Die weißen, meist vierblättrigen Blüten wachsen aufwärts gerichtet an kleinen Fruchtspießen. Die Spitzen der Kronblätter zeigen nach außen und geben der Blüte insgesamt eine quadratische Form   Die Blätter der Pflanze sind lanzettförmig lang und schmal, und wachsen wechselständig aus dem bis zu 30cm hohen kantigen Stengel.Wir finden das Alpen-Leinblatt sowohl in Talnähe als auch in Höhen bis zu 3000m. Die Pflanze ist im Alpenraum weit verbreitet.

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Alpen-Leinkraut blau

Die zwischen 5-15 cm hohe Pflanze gehört zu den Rachenblütlern. Sie besitzt zahlreiche niederliegende Triebe und ist auf rutschigem Geröll und steinigem Felsschutt anzutreffen. Die Blütezeit sind die Monate Juni bis September. Die Blätter sind schmal und lanzettförmig, die Blüten blau bis violett und mit einem auffallenden Sporn versehen. Auffallend ist der Unterlippenwulst der Blüte, der von safrangelb bis hellrot gefärbt sein kann. Die kalkliebende Pflanze steigt bis in Höhen von 3500 m auf. Als Schuttüberkriecher trägt sie mit dazu bei, dass sich die Schutthalden festigen und von anderen Pflanzen besiedelt werden können. Hummeln sind hervorragend an das Alpen-Leinkraut angepasst und übernehmen die Befruchtung der Blüten.

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Alpen-Maßlieb weiß

DasAlpen-Maßlieb zählt zu den Korbblütengewächsen. Es erreicht eine Höhe von 15 cm. Wir finden es in Berghöhen zwischen 1700 m - 2700 m. Die Pflanze wächst auf kalkarmem, schotterigem Untergrund und blüht etwa in den Monaten Juli und August. Siehe hierzu die Alpen-Wucherblume, die mit dem Alpen-Maßlieb identisch ist.

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Alpen-Maßliebchen weiß

Wir treffen die Pflanze, die Ähnlchkeit mit der Margarite hat, aber nur knapp 30 cm hoch wird, in Höhen bis über 2000 m an. Das Alpen- Maßliebchen ist weit verbreitet und ihre Blüte kann man von Mai bis August bewundern. Der rötliche Stengel ist behaart und blattlos. Die Blätter bilden eine grundständige Bodenrosette, sie sind ganzrandig und nach oben gebogen. Die Pflanze wächst vor allem auf Schuttrasen und in lichten Föhrenwäldern.

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Alpen-Mutterwurz rot

Die Mutterwurz gedeiht auf ungedüngten alpinen Wiesen und blüht von Juni bis August. Wir treffen sie bis in Höhen von 2700m an, sie ist im Alpenraum weit verbreitet. Die doldenartige Blüte ragt bis zu 50 cm hoch aus dem felsigen Untergrund. Die Grundblätter sind 3fach gefiedert und besitzen lineale Zipfel.Die Blütendolde blüht meist rot, manchmal auch weiß. Das Alpenvieh schätzt die Pflanze als köstliche Nahrung. Vom Aussehen her ist die Pflanze unverwechselbar.

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Alpen-Rispengras rot

Das Alpen-Rispengras erreicht eine Wuchshöhe von gut 30cm. Die aufrechten Halme besitzen bis zu vier Knoten, die Laubblätter sind bis zu 10 cm lang, flach und graugrün. Die Blütezeit findet in den Monaten Juni bis August statt. Dabei werden die Ährchen zu Brutknospen umgewandelt, die sich zu jungen Pflanzen auswachsen (eine Art lebendgebärende Pflanze). Sobald die Jungtriebe ausgereift sind, fallen sie ab und schlagen als Stecklinge Wurzeln. Geröllschutt und Alpenweiden sind bevorzugte Standorte. Dort steigen die Rispengräser bis zu 3000 m auf. Die Pflanze ist im Alpenraum weit verbreitet. Sie gehört zu der Familie der Süßgräser.

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