Tierwelt der Alpen

 

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Admiral
Schmetterling

Der Admiral kann eine Spannweite bis zu 6 cm erreichen. Die Grundfarbe ist schwarz mit einem roten Band und weißen Flecken an den Flügelspitzen. Die Unterseite der Flügel ist dunkelbraun mit dunkler Zeichnung. In den Sommermonaten kann man ihn auf sonnigen Bergwiesen beobachten. Wir finden ihn an Waldrändern und auf Streuobstwiesen ebenso wie im Gebirge bis in Höhen von 1700m. Die Raupe des Admirals entwickelt sich auf der Brennnessel. Jedes Jahr wandert der Admiral von Süden über die Alpen ein.

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Alpen-Flechtenbär
Schmetterling

Der Alpen-Flechtenbär gehört zu der Gruppe der Bärenspinner. Angetroffen habe ich ihn im Gipfelbereich des Loreakopfes. Der leicht gelbliche Schmetterling hat braune Längsaderstreifen und am Ende der Flügel braune Punkte. Die Streifenzeichnung deutet darauf hin, dass der Spinner in Höhen über 2000m lebt, denn unterhalb dieser Höhenlage findet man vermehrt Flechtbärspinner an, die nur die Punktzeichnung haben. Die Spannweite der Flügel beträgt bis zu 30mm.

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Alpenflechtenbär (Gelber-)
Schmetterling

Bei diesem Schmetterling handelt es sich um einen Nachtfalter, der meist am Vormittag fliegt und ausschließlich in den Alpen vorkommt. Der Alpenflechtenbär hält sich vor allem im Felsenbereich auf, wo die angestrahlten Steine die Sonnenwärme auch noch nachts abgeben. So ist er in allen Höhenlagen zu beobachten, vor allem dort, wo die Population groß ist. Er gehört zu der Gruppe der Spinner und hat ein unverwechselbares Aussehen, das die Fotos zeigen, so dass ich auf eine weitere Beschreibung verzichte. Flugzeit etwa kurz nach der Verpuppung, die im März stattfindet, also von April bis August. Je nach Höhenlage, wo er fliegt, ändert sich sein Aussehen etwas, denn in Höhen von über 2000m trifft man meist nur die gestreifte Variante des Spinners an, während die Flechtenbären der tieferen Lage (bis 1200m) gepunktet sind.

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Alpengelbling
Schmetterling

Die Flügelspannweite des Edelfalters liegt zwischen 35 bis 45mm. Auffallend ist die umlaufende, leicht rosa Randbinde an den Flügeln. Wir treffen den Alpengelbling in den Alpen in Höhenlagen ab 1000m ansteigend bis zur Waldgrenze an. Die Raupe des Falters finden wir hauptsächlich an Horn- und Hufeisenklee. Der Falter kommt recht häufig vor, wir können ihn in den Monaten Juni bis September im Alpenraum beobachten.

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Alpensalamander
Lurch

Der Alpensalamander ist nachtaktiv. Er lebt zwischen 800 - 2000 m Höhe in den Alpen und zählt zu den Schwanzlurchen. Seine Haut ist schwarzglänzend, er erreicht etwa 15 cm Länge. Seine Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen, Asseln und Würmern. Bei Regenwetter kann man ihn häufig auch bei Tag auf feuchten Almwiesen und im lockeren Geröll der Bergpfade beobachten. Seine Feinde sind Vögel wie Alpendohlen. Über die Haut scheidet der Salamander bei Gefahr ein giftiges Sekret ab.

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Alpenschneehuhn
Vogel

Alpenschneehühner mausern sich im Lauf des Jahres bis zu vier Mal. Während sie sich im Winter im weißen Federkleid von ihrer Umgebung nicht abheben, passen sie sich in der übrigen Jahreszeit dem Untergrund in ihrer Farbe an. Dieses fotografierte Alpenschneehuhn hat sein Sommerkleid an. Über dem Auge hat es einen roten Fleck, so dass es sich um ein Männchen handelt. Das Alpenschneehuhn wird bis zu 60cm groß und erreicht ein Gewicht von ca 600gr. Die Schneehühner sind sehr scheu, sie ducken sich in Erdvertiefungen, so dass die meisten Bergwanderer sie nicht zu Gesicht bekommen. Dieses Huhn hat uns vermutlich von dem Gelege weckgelockt, da es sich immer wieder vor uns in ausreichendem Abstand niedersetzte. Nachdem wir uns weit genug vom Nest entfernt hatten, flog es mit lautem, recht tiefem Röhren davon.Die Alpenschneehühner leben in Höhen über 1800m. Sie bleiben die meiste Zeit auf dem Boden und verlassen sich auf ihre hervorragende Tarnfarbe.

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Alpenschrat
Säugetier

Während der Waldschrat relativ häufig vorkommt, ist der Alpenschrat nur noch ganz selten im Alpenraum anzutreffen. Alpenschrate sind von Natur aus sehr scheu und streifen abseits der Wege durch steinige Almwiesen. Dabei bevorzugen sie Bachläufe, wo sie von Stein zu Stein schreiten. Typische Kennzeichen des Alpenschrats sind: Barfußgänger und Stützstock.

Bei ihrer gemächlichen Fortbewegungsart können sie mit Hilfe des Stützstocks aufrecht gehen, wobei sie lange überlegen, bevor sie einen Fuß vor den anderen setzen. Als abgehärtete Sohlengänger suchen sie warme und flache Steinplatten, wo sie während ihrer langen, starren Ruhephasen oft nicht bemerkt werden. Bei Kameras wird der Alpenschrat unruhig und kehrt dem Fotografen sofort das Hinterteil zu. Entlang tief eingeschnittener Bachläufe schreitet der Alpenschrat meist wasseraufwärts und sucht bei Störungen sofort im Bachbett Deckung. Alpenschrate sind in den nördlichen Kalkalpen meist nur in Höhen zwischen 1416 - 1783m anzutreffen. Ob sie sich, wie in der Fachliteratur angegeben, in den Wintermonaten in eine Höhle zurückziehen und dort die kalte Jahreszeit in Winterruhe verstreichen lassen, ist nicht durch Funde belegt. Wahrscheinlicher scheint es zu sein, dass sie rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit in die südlichen Kalkalpen ausweichen, von denen sie dann in den späten Frühlingsmonaten wieder nach Norden zurückkehren. 

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Apollofalter (Roter-)
Schmetterling

Der rote Apollofalter ist in den Monaten Juni bis September an trockenen, steinigen Felshängen zu beobachten. Er steigt bis in Höhen von etwa 2000m auf und ist im Alpenraum nicht mehr so häufig anzutreffen. Der Falter lässt sich von den Auf- und Abwinden mitnehmen, wobei er mit den Flügeln nur steuert. Auf den ersten Blick glaubt man, dass der Wind einen Papierfetzen aufwirbelt. Die Spannweite des roten Apollofalters beträgt zwischen 60 - 75mm, so dass er unter den Apollofaltern der größte ist. Die Raupe ernährt sich ausschließlich von den Blättern des Weißen Mauerpfeffers. Da diese Pflanze relativ schnell unter anderen Pflanzen verkümmert, ist es erklärlich, weshalb die Population des Falters abnimmt. Die Raupe ist schwarz und trägt auf dem Rücken einen gelben Längsstreifen. Die Falter sind standorttreu und legen ihre Eier immer im selben Raum ab.

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Bergdackel
Säugetier

Da unsere Yana, eine zähe Rauhaardackeline, furchtbar gern mit in die Berge geht, hat sie in den letzten Jahren eine Reihe leichter Berggipfel bestiegen. Bei schwierigeren Touren bleibt sie klagend in der Obhut von Oma und Opa. Wer Hunde mit in die Berge nimmt, sollte dafür sorgen, dass sie nicht umherstreunen.  Außerdem darf man das Tier nicht überfordern, so dass es schon mal nötig wird, den Hund über weite Strecken ins Tal zu tragen.

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Bergrind
Säugetier

In den Sommermonaten Juni bis Anfang September werden die Jungrinder auf die Almen gebracht, wo sie die Weideflächen abweiden. Vor dem ersten Schneefall werden sie wieder ins Tal gebracht (Almabtrieb). Auf hochgelegenen Almen weiden nur Jungrinder, die noch nicht gekalbt haben. Auch nimmt man Ochsen bzw. Stiere unter zwei Jahren mit auf die Alm. In tiefer gelegenen Almen mit Straßenzufahrt, wo die Milch abtransportiert werden kann (Sommerweiden), sind auch die Milchkühe im Sommer auf den Weideflächen. In manchen Almen werden fremde Rinderrassen getestet, um sie möglicherweise weiterzuzüchten. (Siehe das Bild vom Langhornrind!)

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Bergschafe
Säugetier

Diese Schafherde bestaunte uns bei Häselgehr beim Aufstieg zur Bretterspitze. Bergschafe finden wir in Talnähe. Sie sind keine guten Kletterer und deshalb für steile und felsige Berghänge nicht geeignet. Allerdings trifft man sie auch auf Hochebenen an, die keine steilen Abstürze besitzen, so z.B. auf der Loreggalpe unterhalb des Loreakopfes.

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Bergziege
Säugetier

Mitunter trifft man auch auf den hochgelegenen Alpenwiesen Bergziegen an, wie hier auf den Pfunderer Höhenzügen in der Nähe der Fanealm. Bergziegen kommen auch in steilem Gelände zurecht, so dass wir sie an Steilhängen weiden sehen können.

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Blindschleiche
Reptil

Blindschleichen können bis zu 40 cm lang werden. Die Haut besteht aus Hornschuppen, der Körper ist rund und ohne Einkerbungen. Das Reptil trifft man in den Alpen bis oberhalb der Baumgrenze an. Es ernährt sich vor allem von Schnecken, Asseln und Würmern. Feinde der Blindschleichen sind Schlangen, Fuchs, Iltis und Greifvögel. Bei Gefahr werfen die Blindschleichen einen Teil des Schwanzes ab, der im Gegensatz zu den Eidechsen nicht mehr nachwächst. In Erdgruben überwintert die Blindschleiche in Kältestarre. Ihre Körperfarbe schillert in verschiedenen erdfarbenen Tönen.

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Bläuling (Himmelblauer-
Schmetterling

Das Männchen ist auf der Oberseite der Flügel blau, auf der Unterseite braun getönt. Dort befinden sich mehrere weiß umrandete Augen. Die Flügelränder sind schwarz weiß eingefasst. Bei geöffneten Flügeln erreicht der Tagfalter ca 30mm Spannweite. Im Mai bis Juni und nochmals Ende Juli bis September fliegen die Schmetterlinge. Anzutreffen ist der himmelblaue Bläuling auf Sand- und kargen Kalkböden bis in Höhen von ca 2100m. Ihre Nahrung findet diese Art auf Kleearten und Schmetterlingsblütlern. Die 2. Generation überwintert.

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Bläuling (Silbergrüner-)
Schmetterling

Der silbergrüne Bläuling fliegt in den Monaten Juli bis September. Er ist im Alpenraum recht häufig verbreitet, wobei wir ihn vor allem auf trockenen Weiden antreffen. Die Raupe entwicklt sich meist am Hufeisenklee. Die Flügelspannweite wird bis zu 35mm weit, die Flügeloberseite weist zum Rand zu eine hellere Färbung auf und dazu dunkle Punkte. Die Raupe ist grün und besitzt gelbe Flecken.

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Braunauge
Schmetterling

Das Braunauge erreicht eine Spannweite bis zu 50mm. Auf den dunkelbraunen Flügeln sitzen doppelte Augenflecke. Die Flugzeit sind die Monate Mai bis September. Der Falter ist in den Alpen verbreitet, vor allem an Waldrändern und sonnigen, warmen felsigen Stellen.

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Braunscheckauge
Schmetterling

Spannweite bis zu 40mm, aber kleiner als das Braunauge. Grundfarbe dunkelbraun mit einem helleren Farbband an den Außenrändern der Flügel, in dem dunkle Augenflecke sitzen. Flugzeit sind die Monate Mai bis August. Der Falter ist ziemlich selten, er steigt etwa bis zur Baumgrenze im Alpenraum hoch.

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Braunvieh
Säugetier

Die beiden Prachtexemplare lassen sich von uns nicht aus der Ruhe bringen und bleiben gemütlich in der Nachmittagssonne liegen.

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C-Falter
Schmetterling

Der C-Falter erreicht eine Flügelspannweite von bis zu 50mm. Bereits im zeitigen Frühjahr kann man ihn an Weidekätzchen beobachten. Das Männchen ist reviergebunden, das er gegen andere Falter verteidigt. Im Sommer sitzt er gern auf Disteln. Wir finden ihn häufig an Waldrändern und auf Obstwiesen, da er sich vom Fallobst anlocken lässt. Der Falter bringt bis zu zwei Populationen im Jahr zur Welt. Er gehört bei den Tagfaltern zu der Gruppe der Edelfalter.

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Distelfalter
Schmetterling

Der Distelfalter kommt in Höhen bis zu 3000m vor. Der Schmetterling gehört zur Gruppe der Edelfalter und kann leicht mit dem Admiral verwechselt werden. Die Flügelspannweite kann bis zu 60mm betragen. Der Falter lässt sich vom Wind über weite Strecken tragen. Ursprünglich war Südeuropa seine Heimat. Zwischenzeitlich hat er sich aber auch im Norden Europas ausgebreitet. In den Bergen findet man den Falter vor allem auf Distelgewächsen, die ihm auch den Namen gegeben haben. Im Flachland treffen wir ihn häufig auf Schmetterlingsflieder an.

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